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Hautflügler (Hymenoptera)

Zu dieser Ordnung gehören u.a. die Pflanzenwespen, die Erz-, Zehr- und Schlupfwespen, die sozialen Faltenwespen mit den staatenbildenden Wespen und Hornissen, die Ameisen und viele andere Wespenarten, sowie die Bienen mit den Hummeln und Einsiedlerbienen. Charakteristisch für alle Hautflügler sind zwei Flügelpaare, die im Flug mittels Häkchen verbunden sind. Diese Insektengruppe umfasst in Europa über 10000 Arten. In bezug auf ihre Nützlichkeit als natürliche Gegenspieler der Schädlinge, spielen besonders die parasitär lebenden Schlupfwespen eine bedeutende Rolle. Erwähnenswert sind auch die staatenbildenden Wespen und die Hornissen, die während der Larvenaufzucht räuberisch leben und große Mengen Insekten verfüttern. Honigbienen, Hummeln und die staatenlosen Bienen, sind zwar bezüglich ihrer Bestäubungsleistung an Wild- und Kulturpflanzen außerordentlich wichtig, leisten aber im Sinne der Schädlingsbekämpfung keinen Beitrag. Aus diesem Grund werden sie hier nicht weiter behandelt.

Parasitäre Hautflügler

Die Systematik dieser äußerst artenreichen Insektenfamilie ist sehr komplex. Bei der vorliegenden Ausarbeitung werden alle parasitär lebenden Arten unter dem Überbegriff „Schlupfwespen“ behandelt. Vollentwickelte Schlupfwespen sind in Größe, Form und Farbe sehr unterschiedlich. Allen Weibchen dieser Arten ist eines gemeinsam: ein Legestachel bzw. Legebohrer. Mit diesem Legestachel sticht das Weibchen das Beutetier an und legt ein oder mehrere Eier in den Körper (endoparasitisch) des Tieres, z.B. einer Blattlaus. Das parasitierte Tier wird auch als Wirtstier bezeichnet. Die aus dem Ei schlüpfende Larve entwickelt sich dann auf Kosten ihres Wirtes in dessen Körper. Dabei frisst die Larve an weniger lebenswichtigen Körperteilen, so dass die Blattlaus am Leben bleibt. Nach vollständiger Entwicklung verlässt dann die Schlupfwespe ihr Opfer, welches dann abstirbt. Jede Schlupfwespenart hat eigene für sie ganz spezifische Wirtstiere. Des weiteren gibt es bei den Schlupfwespen-Arten solche, die ihre Eier in die Eier anderer Insekten (z.B. von Schmetterlingen legen. Andere Arten legen sie an den Körper (ektoparasitär) ihres Wirtstieres Die Larven fressen sich dann von außen in das Wirtstier. Es gibt Schlupfwespenarten die kleiner als 1 mm sind (Erzwespen) bis hin zu mehreren Zentimetern wie die Große Holzschlupfwespe die mit ihrem Legebohrer bis 80 mm groß ist.

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