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Ohrwürmer (Demaptera)

Ohrwurm
Quelle: http://www.pixelio.de

Ohrwürmer sind nachtaktive Insekten und zählen zu den Allesfressern. Obwohl er im Allgemeinen als Nützlich betrachtet wird (er frisst zum Beispiel Blattläuse oder Schmetterlingsraupen) kann er auch Schaden anrichten. Weiche Pfanzenteile wie Jungtriebe oder Blüten stehen ebenfalls auf seinem Speiseplan. Häufig findet man ihn auch im Obst, wobei der Ohrwurm hier nicht den Schaden verursacht hat, sondern einen vorhandenen Schaden ausnutzt. Von den bei uns vorkommenden acht Ohrwurmarten, ist der ‚Gemeine Ohrwurm‘ am häufigsten anzutreffen. Dieses 10-20 mm große Insekt ernährt sich überwiegend von Blattläusen, Schildläusen, Raupen und anderen kleinen Insektenlarven. Sind keine Läuse vorhanden, frisst auch diese Ohrwurmart an Blüten, Früchten und anderen Pflanzenteilen. Ohrwürmer halten sich tagsüber in Verstecken wie Mauerritzen, unter Brettern, Laub, Steinen u.ä. auf und nehmen gerne künstliche Wohnstätten, wie z.B. mit Holzwolle gefüllte Blumentöpfe an. In Obstbäumen deponierte Ohrwurmtöpfe müssen Stammkontakt haben. Möglichst schattig aufhängen bzw. aufstellen. Der Fachhandel bietet zudem Ohrwurm-Schlafsäcke und -schlafröhren an. Sind in den Kulturen keine Blattläuse mehr vorhanden, sollte man die Vorrichtungen umhängen, da sonst zunehmend Pflanzenteile gefressen werden. Obwohl Ohrwürmer Flügel haben, die in vielen Lagen gefaltet, unter den kleinen Flügelstummeln verborgen sind, fliegen sie kaum. Ohrwürmer haben eine unvollkommenen Verwandlung. Es gibt also kein Puppenstadium. Ausgehend vom Ei gibt es vier Larvenstadien. Eier und auch Larven werden vom Weibchen bewacht und umsorgt, (Brutfürsorge), was bei Insekten sehr selten anzutreffen ist.